kiara fontanesi - wmx champion 2012 - ein portrait

mit dem podiumsplatz beim letzten mx-lauf der frauen in matterley basin, machte sich kiara fontanesi zur ersten italienischen fim frauen weltmeisterin im motocross. es war auch für yamaha der erste triumph bei der frauen weltmeisterschaft.

 

schon im sehr jungen alter, bewies kiara ihr besonderes talent. sie erhielt ihr erstes motorrad im alter von drei jahren. es war der versuch ein kleines mädchen zu beschwichtigen, dass einen älteren bruder der motocross fuhr vor der nase hatte. ihr hunger nach geschwindigkeit ging auch nicht verloren, als sie kunstturnerin am schwebebalken trainierte. der wunsch nach sprüngen mit dem motorrad und rennen zu fahren behielt dann irgendwann oberhand und so wechselte sie in den motocross-sport. zuerst fuhr sie in der nationalen szene, ging dann im jahre 2007 in die usa und das siegen begann ihr zu schmecken. in den sanddünen von lierop feierte sie dann im jahre 2009 ihren ersten grand prix sieg. es war gerade ihre erste saison in der fim-serie. seitdem hat sich kiara zu einer wichtigen grösse in der frauen-motocross-szene entwickelt und ist aus ihr auch nicht mehr weg zu denken.

 

das jahr 2012 war dann ihr jahr, und die aus parma stammende und spass liebende kiara, dominierte die fim frauen motocross weltmeisterschaft. mit ihrer yamaha yz250f hat fontansi fünf der sieben runden für sich entschieden und sie war in allen grand prix läufen immer unter den ersten drei zu finden und feierte dabei zehn laufsiege. damit machte sie sich vorzeitig zur weltmeisterin.

 

die 18-jährige wird auch noch eine weitere runde der acht runden umfassenden rennserie bestreiten und wird danach in die usa reisen, um beim finale der ama wmx mitte september dabei zu sein. ihr terminkalender ist also derzeit randvoll.

 

2012 war ein ganz besonderes jahr für dich?

 

"ja, ich bin wirklich zufrieden mit meiner saison, aber sie war nicht perfekt. ich konnte in frankreich nicht siegen. es war aber trotzdem grossartig was ich gemacht habe. ich denke, der grösste unterschied zu den vergangenen saisonen war, dass ich mehr rennerfahrung gewonnen habe und was ich auf der strecke in den unterschiedlichen situationen tun muss. das erste jahr in der weltmeisterschaft war nicht leicht, es war alles neu, sogar die sprache. ich begann meinen lernprozess im jahr 2009 und wurde von jahr zu jahr immer ausgereifter und besser auf dem motorrad."

 

du kriegst grosse unterstützung von deiner familie?

 

"ich habe sehr grosses glück, dass meine eltern immer mit dabei sind. nich das sie mir beim rennen helfen, da ich gute leute dank monster energy und yamaha. aber meine elter sind eine grosse hilfe. die unterstüztung aus der familie ist so wichtig. es ist eine einheit, alle arbeiten zusammen und ziehen an einem strang. es ist eine starke sache."

 

du hast sehr früh mit dem motorsport angefangen, war das bereits dein start?

 

"nicht wirklich, es war alles spass. ich habe mein erstes motorrad mit drei bekommen. meine eltern sagten, dass ich warten sollte bis ich ein wenig älter bin, aber das wollte ich nicht. ich wollte nicht warten und ich versuchte vom ersten tag an alleine zu fahren und ohne stützräder. es war etwas natürliches, ich glaube ich habe mx und off-road im blut. ich brauchte nie unterricht zu nehmen oder man musste mir nie sagen, was ich auf dem motorrad tun sollte. es gab nie ein coaching oder eine unterweisung und ich begriff es sehr schnell. als ich jünger war, war es spass für mich, aber schritt für schritt wurde es mein job und meine karriere."

 

seit wievielen jahren fährst du nun yamaha?

 

"dies ist bereits mein viertes jahr."

 

war die 2012er yz250f wichtig für dich?

 

"ja. ich denke, jedes jahr hat michele rinaldi und yrrd viel zu meinem erfolg beigetragen. an dem motorrad wurde einiges verändert, vor allem von 2011 auf 2012. der yrrd-kit erhöht die leistung quer durch das spektrum und macht das motorrad schneller. das 2012er modell hat einen neuen rahmen, der die rückseite mehr unterstützt und so ist sie bessser und schneller geworden. es war keine grosse veränderung, aber es war eine wichtige. ich mag das motorrad, nicht weil ich yamaha-fahrerin bin, sondern weil ich gut mit dem teil harmoniere, mit dem motor und dem fahrwerk, und fabio vom monster energy yamaha-werksteam hat die maschine in diesem jahr gut für mich vorbereitet."

 

wie denkst du über die frauen im motocross-sport?

 

"wenn wir mit der mx1 serie reisen, dann habe ich das gefühl, dass uns niemand wirklich beobachtet. auch wenn wir in der nähe der teams und fahrer von den grossen stars des sport waren, dann waren wir nur ein nebenschauplatz. aber das wir jetzt mit der mx3 serie unterwegs sind, ist viel besser. das mx3 fahrerlager ist wie eine familie und es gibt für uns mehr aufmerksamkeit von den veranstaltern, fans und medien. die beziehung zu den organisatoren ist gut und wir können gut miteinander reden."


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