ducati diavel - so schön kann der "teufel" sein

der name "diavel" entstammt den bolognesischen dialekt des italienischen wortes "diavolo", auf deutsch teufel.

eines schönen tages, noch ganz am anfang des entwicklungsprozesses der diavel, wurde der fast vollständige prototyp erstmals einer gruppe von ducati-ingenieuren und technikern vorgestellt. ein mitarbeiter bestaunte die hecklinie des motorrades und rief anerkennend im typischen bologneser dialekt: "ignurant comm al diavel" was soviel heisst wie: "der reinste teufelsbraten." mit dem namen "diavel" sollte ein territorialer bezug zu bologna hergestellt werden – bologna als standort, an dem zukunft produziert und an traditionen festgehalten wird.

 

die diavel spaltet sicher die lager von ducati-fans. und wahrscheinlich nicht nur die ducati-fans. die einen sagen, es ist das schönste was ducati je gebaut hat, das andere lager ist wohl gegenteiliger meinung und sieht darin ein "monster", aber nicht im ducati-herkömmlichen sinn. sie sorgt jedenfalls für diskussionsstoff und diskussionsstoff ist für eine marke nie schlecht. die ingenieure haben es also geschafft, für zündstoff in der motorradgemeinde zu sorgen.

 

die neue aus bologna betont sicher nicht die filigrane note, sie verkörpert mit ihrem klobigen vorbau und dem seitlichen doppelauspuff einen mix aus kraft und power. dass dieses auftreten kein leeres versprechen ist, dafür sorgt das triebwerk von ducati. das herz der diavel ist der ducati testastretta 11° motor. seine wurzeln hat der testastretta 11° in der entwicklungsabteilung des ducati corse rennstalls. ducatis testastretta 11° motor verbindet die immense kraft der superbike-motoren mit einer gleichmässigen und gut kontrollierbaren leistungsentfaltung. ein grosser schritt nach vorn, um die überragende performance mit genussvollem fahren zu verbinden. mit seinen 162 ps spitzenleistung und einem maximalen drehmoment von 127,5 nm bei 8000 touren verkörpert der testastretta 11° motor der diavel alles, was die authentische performance eines desmodromisch gesteuerten ducati motors ausmacht.

 

die überarbeiteten ein- und auslasskanäle, in verbindung mit einer radikalen anpassung der ventilsteuerzeiten haben es ducati ermöglicht, eine fantastische drehmomentkurve bereits bei niedrigen drehzahlen zu erschaffen. ihr hohes niveau bleibt über einen breiteren drehzahlbereich konstant. der zugewinn an drehmoment bei niedrigen drehzahlen ist der verdienst von ducatis ride-by-wire (rbw) system, das deutlich zur entspannten fahrbarkeit der diavel beiträgt und auf wunsch bei höheren drehzahlen souveräne leistung zur verfügung stellt.

mit trickreichen finessen haben die ingenieure von ducati die diavel allersding ein wenig gezähmt und fahrbarer gemacht. das ride-by-wire (rbw) system ist eine elektronische schnittstelle zwischen dem gasgriff der diavel und dem motor. der gasgriff ist nicht länger über einen gaszug mit den drosselklappen verbunden. statt dessen wird ein signal an eine steuerungseinheit gegeben, die dann die öffnung der drosselklappen auf elektronischem wege regelt. das rbw system greift auf 3 verscheidene motorenmappings zurück, die die leistungsentfaltung des motors regeln: 162 ps mit sportlicher leistungsentfaltung, 162 ps mit progressiver leistungsentfaltung für den touring mode bzw. 100 ps mit progressiver leistungsentfaltung für den stadtverkehr.

damit bei dieser brachialen leistung am kurvenausgang das hinterrad nicht ständig durchdreht, dafür sorgt die traktionskontrolle (dtc). innerhalb von sekundenbruchteilen erkennt und regelt die dtc den schlupf am hinterrad, was erheblich zur aktiven fahrsicherheit und zur performance beiträgt.

die acht stufen der dtc erlauben unterschiedlich viel schlupf am hinterrad. somit ist die dtc optimal auf das individuelle können und fahrverhalten jedes piloten einstellbar. bei tufe acht greift die elektronik bereits bei sehr geringem schlupf ein und sorgt für ein höchstmass an sicherheit, während stufe eins höhere toleranzen zulässt und somit auch den ansprüchen erfahrener piloten entspricht.

 

die diavel rollt auf beeindruckenden 14-speichen felgen, die im detail maschinell bearbeitet wurden. die grösse der vorderradfelge beträgt 3,5 x 17 zoll, während die für höhere strukturgenauigkeit und gewichtsersparnis "fliessgeformte" hinterradfelge massive 8 x 17 zoll aufweist.

 

für die fetten schwarzen striche auf den strassen ist hat sich ducatis partner pirelli ins zeug gelegt. es wurden spezielle hinterradreifen für die diavel von pirelli entwickelt. während vorne ein gewöhnlicher 120/70 17" reifen mit optimierter lauffläche für besseren grip bei regen verwendet wird, sitzt hinten ein mächtiger 240/45 17" reifen. diese reifenbreite kommt normalerweise nur bei fetten chopperumbauten zum einsatz. der hinterreifen ist aus einer zwei-komponenten mischung, was maximalen grip in schräglage und dennoch eine hohe laufleistung gewährleistet. die sogenannte enhanced patch technology (ept) optimiert die bodenaufstandsfläche des reifens unter allen bedingungen, besonders im nassen.

der markentypische ducati gitterrohrrahmen wurde auch hier beibehalten und ist aus stahlrohren mit großen durchmessern mit möglichst geringer wandstärke gefertigt. durch diese bauweise wird eine hohe torsionssteifigkeit erreicht, bei gleichzeitig geringem gewicht und kompakter bauweise. die lange, im aluminium-druckguß-verfahren hergestellte einarmschwinge ermöglicht grossartige rückmeldung vom hinterrad, einen radstand von 1590 mm und schräglagen von bis zu 41°.

 

die Diavel ist mit einer marzocchi vorderradgabel mit 50 mm standrohrdurchmesser und schwarzen standrohren ausgestattet. die gabelholme sind in fedrevorspannung, zug- und druckstufe einstellbar.

 

bei der vorderradbremsanlage kommen die kraftvollen brembo monobloc-bremszangen zum einsatz, die aussergewöhnliche verzögerungszeiten garantieren. die radial verschraubten brembo 4-kolben bremssättel vorne verbeissen sich in 320 mm grosse bremsscheiben, während die 265 mm grosse bremsscheibe hinten von einer 2-kolben bremszange bearbeitet wird, ebenfalls von brembo.

 

die teuflische ducati kreation ist in zwei versionen erhältlich. einmal als diavel und dann als diavel carbon. die carbonausführung zeichnet sich nicht nur durch zahlreiche kohlefaser verkleidungsteile aus, sondern steht auch auf geschmiedeten  marchesini leichtmetallrädern. so wird das trockengewicht um weitere 2,5 kg reduziert. die usd gabel ist mit einer dlc beschichtung versehen, die den reibungswiderstand verringern soll.

beide modelle haben ein automatisches keyless schliess system an bord, ein tft farbdisplay am tank sowie ein lcd-cockpit am lenker, was eine optische aufwertung des instrumentenportals bedeutet. die inspektionsintervalle wurden auf 24000 km verlängert.

 

 

technische daten diavel

 

chassis

 

rahmen: stahl-gitterrohrrahmen

radstand: 1590 mm

lenkkopfwinkel: 28°

vorderrad: komplett einstellbare marzocchi upside-down

federung: gabel mit 50 mm standrohrdurchmesser

federweg vorne: 120 mm

vorderrad felge: 14-speichen leichtmetallfelge 3,5 x 17 zoll

vorderrad bereifung: 120/70 zr 17 pirelli diablo rosso II

hinterrad federung: progressiv angesteuertes sachs mono-feder-

                                bein, komplett einstellbar, einarmschwinge

                                aus aluminium

federweg hinten: 120 mm

hinterrad felge: 14-speichen leichtmetallfelge 8,0 x 17 zoll

hinterrad bereifung: 240/45 zr 17 pirelli diablo rosso II

bremse vorne: 2 halbschwimmend gelagerte bremsscheiben mit

                        320 mm durchmesser, radial montierte brembo

                        monobloc-bremssättel mit 4 kolben, abs

bremse hinten: bremsscheibe mit 265 mm durchmesser, 2-kolben

                         bremssattel, abs

tankinhalt: 17 l

trockengewicht: 210 kg

cockpit: am lenker verbautes lcd cockpit, tft farbdisplay am tank

garantie: 2 jahre ohne kilometerbegrenzung

farbe (rahmen/felgen): rot (rot/schwarz), pearl white matt und

                                     metallic-schwarz (schwarz/schwarz)

ausführunge: zweisitzer

sitzhöhe: 770 mm

dtc: serienmässig

abs: serienmässig

 

motor

 

typ: testastretta 11°, flüssigkeitsgekühlter zweizylinder in l-form,

       4 ventile pro zylinder, desmodromisch gesteuert

hubraum: 1198,4 ccm

bohrung und hub: 106 x 67,9 mm

kompression: 11,5:1

leistung: 162 ps (119 kw) bei 9500 u/min

drehmoment: 127,5 nm bei 8000 u/min

benzineinspritzung: elektronisch geregelte mitsubishi kraftstoff-

                                einspritzung, elliptische drosselklappen von

                                mikuni, ride by wire

auspuff: 2-in-1-in-2 auspuffanlage aus edelstahl mit katalysator

              und 2 lambdasonden, hülle und endstücke der end-

              schalldämpfer aus aluminium

getriebe: 6-gang

primärantrieb: geradeverzahnte getriebezahnräder, über-

                       setzungsverhältnis 1,84 : 1

sekundärantrieb: kette 525er teilung, ritzel 15 zähne, ketten-

                            blatt 43 zähne

kupplung: hydraulisch betätigte mehrscheiben-kupplung im ölbad

                mit anti-hopping funktion und servo unterstützung

 

 

technische daten diavel carbon (nur abweichungen angegeben)

 

chassis

 

vorderrad federung: komplett einstellbare marzocchi uspide-down

                                 gabel mit 50 mm standrohrdurchmesser, dlc

                                 beschichtung

vorderrad felge: marchesini, geschmiedete 9-speichen leicht-

                          metallfelge 3,5 x 17 zoll

hinterrad felge: marchesini, geschmiedete 9-speichen leicht-

                          metallfelge 8,0 x 17 zoll

trockengewicht: 207 kg

farbe (rahmen/felgen): rot und carbon matt (rot/schwarz,

                                     glänzend und carbon matt (racing

                                     schwarz/schwarz)

 

 

die preise:

 

diavel 1200 abs (rot, perlweiss-matt) € 19.495,00

diavel 1200 carbon abs (carbon-matt) € 22.495,00

diavel 1200 carbon abs bc (carbon-matt/rot) € 22.995,00

 


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